Wie entsteht Zahnstein?
Zahnstein entsteht, wenn bakterieller Belag, der beim Zähneputzen nicht entfernt wird, durch Mineralien aus dem Speichel verhärtet. Ist er einmal hart geworden, kann er meist nur noch in der Zahnarztpraxis entfernt werden.
Zahnstein reizt das Zahnfleisch. Mit der Zeit kann er zu einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und im weiteren Verlauf zum Abbau des Zahnhalteapparats (Parodontitis) führen.
Rauchen, Diabetes, hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft und unregelmäßige Mundpflege können das Risiko für Zahnfleischprobleme erhöhen. Früh erkannt, lässt sich eine Zahnfleischentzündung meist mit professioneller Reinigung und regelmäßiger Pflege in den Griff bekommen.
Bei welchen Anzeichen sollten Sie zur Untersuchung kommen?
Wenn eines der folgenden Anzeichen auftritt, ist eine Kontrolle Ihres Zahnfleischs sinnvoll:
Da diese Anzeichen oft schmerzfrei verlaufen, bleiben sie leicht unbemerkt. Deshalb werden regelmäßige Kontrollen auch ohne Beschwerden empfohlen.
- Zahnfleischbluten beim Putzen oder ohne Anlass
- Gerötetes, geschwollenes oder empfindliches Zahnfleisch
- Anhaltender Mundgeruch
- Zurückgehendes Zahnfleisch, Zähne wirken länger
- Gefühl, dass Zähne locker sind
Wie wird behandelt?
Zahnstein wird in der Regel mit Ultraschall- und Handinstrumenten entfernt, anschließend werden die Zahnoberflächen poliert. Bei tiefen Ablagerungen unter dem Zahnfleisch werden zusätzlich die Wurzeloberflächen gereinigt und geglättet; dies kann bei Bedarf unter örtlicher Betäubung auf mehrere Sitzungen verteilt werden.
In unserer Praxis verwenden wir zertifizierte Materialien und führen jeden Schritt sorgfältig und ohne Zeitdruck durch. Den passenden Behandlungsplan legen Sie nach der Untersuchung und gegebenenfalls einem Röntgenbild gemeinsam mit Ihrem Zahnarzt fest.
Pflege nach der Reinigung
Eine leichte Empfindlichkeit in den ersten Tagen ist normal und vergeht meist von selbst. Regelmäßiges Zähneputzen, Zahnseide oder Interdentalbürsten und Kontrollen, in der Regel alle 6 Monate, verlangsamen die erneute Bildung von Zahnstein.
Auch nach einer Parodontalbehandlung ist eine regelmäßige Nachsorge wichtig, da die Entzündung bei nachlassender Pflege wieder aufflammen kann. Bei den Kontrollen wird Ihr Zahnfleisch beobachtet, und Sie erhalten Empfehlungen für passende Zahnbürsten, Zahnseide oder Interdentalbürsten für zu Hause.
Wie läuft die Behandlung ab?
- UntersuchungIhr Zahnfleisch wird untersucht, die Taschentiefen werden gemessen und bei Bedarf Röntgenbilder angefertigt.
- ReinigungZahnstein wird mit Ultraschall- und Handinstrumenten entfernt, die Oberflächen werden poliert.
- Tiefenreinigung (bei Bedarf)Bei Ablagerungen unter dem Zahnfleisch werden die Wurzeloberflächen gereinigt; dies kann sich über mehrere Sitzungen erstrecken.
- Kontrolle und PflegeDie Heilung des Zahnfleischs wird kontrolliert, und Sie erhalten individuelle Tipps für die Pflege zu Hause.
Häufige Fragen
Schadet die Zahnsteinentfernung den Zähnen?
Nein, eine fachgerecht durchgeführte Zahnsteinentfernung schadet dem Zahnschmelz nicht. Das Gefühl von Lücken oder eine Empfindlichkeit danach entsteht, weil die zuvor vom Zahnstein bedeckten Flächen wieder frei liegen, und vergeht meist rasch.
Wie oft sollte Zahnstein entfernt werden?
Für die meisten Menschen reicht eine Reinigung ein- bis zweimal pro Jahr. Bei schneller Zahnsteinbildung oder bestehender Parodontitis kann Ihr Zahnarzt häufigere Kontrollen empfehlen.
Warum blutet das Zahnfleisch?
Die häufigste Ursache für Zahnfleischbluten ist eine Zahnfleischentzündung durch Belag und Zahnstein. Hält das Bluten länger als ein paar Tage an, sollten Sie sich untersuchen lassen.
Tut die Zahnsteinentfernung weh?
In den meisten Fällen ist die Zahnsteinentfernung nicht schmerzhaft; Sie spüren eventuell eine leichte Vibration und Empfindlichkeit. Ist eine Tiefenreinigung unter dem Zahnfleisch nötig, kann für Ihren Komfort eine örtliche Betäubung erfolgen.